Samstag 1.8.2026 – 35 Kilometer – Gesamt 346 Kilometer
Nur eine Nacht
Zum Frühstück gibt es den Rest Zimtschnecken von gestern und Instantkaffee. Danach baue ich in großer Eile das Zelt ab und packe die Taschen aufs Rad.
Mit dem Besitzer vom Camingplatz halte ich beim Bezahlen einen Plausch über Rennradfahren in Dänemark. Oft ist Gegenwind die Herausforderung, weniger die Steigungen. Er ist gut in Form und kommt bei seinen 100 km Runden über die Insel auf einen Schnitt von 30 km/h. Nicht schlecht.
Ein Blick auf die Uhr und ich verabschiede mich hastig. Die Fähre nach Faaborg legt in wenigen Minuten ab.
Eigentlich war eine Nacht viel zu kurz für Æro. Der Sonnenuntergang war schön und die Küste hat mir auch gefallen. Aber ich möchte weiter.

Zweites Frühstück
Fünf Minuten vor Abfahrt komme ich bei der Fähre an. Sobald die Fahrt beginnt, wird die Bordküche geöffnet. Für mich gibt es Kaffee und ein Kanelsnegl 🙂



Faaborg
In Faaborg sind die Strassen in der Nähe des Hafens abgesperrt. Die vierter Etappe der Dänemark Rundfahrt endet heute in der Stadt. Auf dem Marktplatz sind Bildschirme und Lautsprecher installiert. Es ist gut besucht, ganz schön laut und ich verstehe keine Wort.
Ein paar Meter die Fußgängerzone hoch finde ich ein Café und gönne mir eine Ruhe- und Kaffeepause. Später drehe ich eine Runde durch die Altstadt und fotografiere die Architektur.




Danach raffe ich mich endlich auf und fahre los. Zwischenstop bei einer Bäckerei am Stadtrand, ich kann nicht anders. Dort gibt es die bisher besten Snegl (kein Foto).
Ich fahre in Nähe der Küste über kleine Landstraßen, durch Felder und von Hecken gesäumte Wege. Es geht ständig auf und ab, kaum ein gerader Kilometer. Auf einer Wiese stehen Schweine im freien, ein seltener Anblick. Es interessiert sie nicht, dass ich absteige und fotografiere. Der Wind bläst mir kräftig ins Gesicht, die Sonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel. Es ist ein heißer Tag.





Camping in Aa
Knapp 35 km stehen auf dem Tacho, als ich am Campigplatz „Aa Strand“, in der Nähe von Eberrup anhalte. Mehr ist heute nicht drin. Die Beine fühlen sich an wie Blei, ich finde keinen Rhytmus.
Der Campingplatz ist nur durch eine Straße getrennt vom Strand. Mein Zelt stelle ich im Schatten auf einer großen Wiese auf. Ein paar Stunden später trifft ein zweiter Radfahrer ein. Ganz wenig Gepäck hat er dabei und ein leichtes Zelt. Ich fahre mit 30 Kilo durch die Gegend. Vielleicht doch was aussortieren ?


(Geschrieben am 12.8.2026 in Aalborg)