Tag 3 – Von Stade nach Hochdonn

Montag 27.7.2026 – 80 Kilometer – Gesamt 126 Kilometer

Die Sonne scheint

Der Tag fängt gut an, die Sonne zeigt sich. Der Regen hat irgendwann in der Nacht aufgehört. Ich fühle mich fit und ausgeschlafen. Beim Frühstück greife ich mehrmals zu, die Poffertjes sind einfach zu gut 🙂 Ich gebe den Zimmerschlüssel ab und drapiere die Taschen am Rad. Kaum will ich los, fängt es an zu regnen. Das ist doch nicht zu fassen. Eine halbe Stunde stehe ich unter einem Vordach, dann tröpflet es nur noch. Soll ich es riskieren ?
Endlich trete ich in die Pedale und fahre den ersten Kilometer, um mich gleich wieder unter zu stellen. Diesmal Eisenbahnbrücke statt Vordach.

Das erste Foto des Tages – Under the bridge

Zur Elbfähre

Der letzte Tropfen fällt zehn Minuten später. Nur noch kurz bei einem Radladen vorbei, Ersatzschläuche besorgen, dann fahre ich raus aus Stade. Wie die vergangenen Tage bläst mir der Wind kräftig entgegegen. Über Rad- und Feldwege sind es ungefähr 30 Kilometer bis zur Elbfähre in Wischhafen. Bevor ich die Anlegestelle erreiche, besorge ich mir in einer Bäckerei Franzbrötchen. So lecker 🙂
Vor dem Fähranleger stauen sich kilometerlang jede Menge PKW (Wacken!) und LKW. Radfahrer brauchen sich nicht in die Schlange zu stellen. Ich in ein paar Minuten bin ich vorne angekommen und schon legt die Fähre für die Passage nach Glückstadt ab.

Brunsbüttel -> Nord-Ostsee-Kanal

Von Glückstadt aus verläuft die Strecke in der Nähe der Elbe. Der Wind bläst kräftiger als heute morgen, aber nach Meinung der Fährleute ist das ja noch gar nichts. Erst wenn die Schafe keine Locken mehr haben, jaaa, dann ist es windig…
Mühselig komme ich weiter. Vorbei am AKW Brokdorf in Richtung Brunsbüttel. Einen Kilometer bevor ich in Richtung Osten zum Kanal abbiege, sehe ich, wie sich im Straßengraben ein Radfahrer bemüht, sich und sein Fahrrad wieder auf den Radweg zu bugsieren. Er macht einen leicht verwirrten Eindruck und hat großes Glück, mit ein paar Kratzern vom Sturz in den tiefen Graben davon gekommen zu sein. Einmal nicht aufgepasst und Abflug…
Bei Kudensee bringt mich die zweite Fähre kostenlos über den Nord-Ostsee-Kanal. Ab jetzt geht beinahe geradeaus am Kanal entlang bis zum Campingplatz bei Hochdonn. 80 Kilometer. Mit Gegenwind. Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung.

(Geschrieben am 4.8.2026 in Kolding)