Tag 10 – Pause in Kolding (1)

Sonntag 3.8.2026 – 0 Kilometer – Gesamt 419 Kilometer

Frühstück 🙂

Der Frühstücksraum lässt auf vergangene glorreiche Zeiten schliessen. Immer noch beeindruckend, mit hoher Stuckdecke und großen Rundbogenfenstern zur Straße hinaus. Es gibt frisch gebackene Pfannkuchen und die kleinen Croisssants auf dem Buffet könnten von einer französichen Bäckerei stammen. Ein guter Start in den Tag.

Innenstadt & Koldinghus

Vom Hotel in die Innenstadt ist es nicht weit. Die kleine Fußgängerzone beginnt nur eine Häuserecke weiter. Ganz oben auf der Einkaufsliste steht ein zweiter Buff für über den Kopf bzw. die Ohren wenn es kalt wird. Einen Fahrradladen finde ich am Rand der Fußgängerzone und kaufe dort einen pinken Buff. Zwei sollten gegen kalten Wind helfen.


Auf dem Weg fotografiere ich Häuser und lege eine Pause am Schlosssee ein. Die Enten sind genauso müde und faul wie ich.
Von der Parkbank aus fällt mein Blick auf das Koldinghus, dem ersten Renaissance Schloss Dänemarks. Ich schüttele die Müdigkeit ab und bewege mich zum Schloß.


Das Gebäude wurde vorsichtig renoviert und ein Teil als Ruine belassen, aber mit mit Dach und Aussenwand versehen. Als erstes steige ich auf den Schloßturm hoch und zum Abschluß in den obligatorischen Kerker. In den restlichen Etagen und Räumen sind Austellungen über die Flora Dänemarks, königliches Porzellen (mit Pflanzen als Motiv), Kunst usw. untergebracht. Der Eintritt hat sich gelohnt, wenn auch nur für Turm & Kerker 🙂

Instandhaltung

Nach der Besichtigung steht das Fahrrad auf dem Programm. Die Vorderradbremse quietscht, das Hinterrad verliert Luft und bei der Nabenschaltung ist ein Ölwechsel fällig.
Für die beiden ersten beiden Punkte suche ich mir einen öffentlichen Reparaturplatz mit Druckluft, den Ölwechsel erledige ich im Hinterhof vom Hotel. Die Druckluft funktioniert leider nicht, das Hinterrad muss ich nach dem Austausch vom Schlauch mit einer kleinen Luftpumpe auf 2,5 Bar bringen. Eine schweißtreibende Angelegenheit, scheint aber den Druck zu halten.


Beim Ölwechsel bekomme ich Gesellschaft von einem Hotelmitarbeiter, der sich wundert, was ich da an der Schaltung bastele. Es ist eine Rohloff Nabe, auch die benötigen ab und zu Service. Um die Entsorgung der 75 Milliliter Altöl brauche ich mich nicht zu kümmern, der Mitarbeiter gibt es bei seiner Tankstelle ab. Ziel für die Probefahrt ist der Hafen von Kolding.

Endlich – der erste Eintrag im Blog (nicht dieser)

Am späten Nachmittag setzte ich mich an den Laptop und schreibe den ersten Eintrag im Reiseblog. Das klappt auf dieser Tour nicht gut. Meistens bin ich am Abend so erledigt, dass ich zwar Notizen und Bilder parat habe, aber daraus die kleinen Geschichten zu schreiben und die passenden Fotos aus der Menge auszuwählen und das alles ins Blog zu übertragen, übersteigt meine Kräfte um einiges. Schade, denn im Nachinein ist es weniger unmittelbar und das Geschriebene eher Geschichte & Dichtung. Aber egal. Der erste Tag ist drin und ich versuche aktuell zu werden 😉

(Geschrieben am 17.8.2026 in Harboøre)